Zweck und Ziele

«Die Gesellschaft unterstützt und fördert Institutionen und Bestrebungen gemeinnütziger, sozialer und kultureller Natur, welche zum Wohle der Einwohner der Stadt Burgdorf beitragen. Sie kann Stipendien zur Förderung der Schul- und Berufsbildung an Einwohner der Stadt Burgdorf ausrichten.»

Wie vielfältig die Burgdorfer Kulturszene ist, zeigt ein Blick auf die Institutionen, welche die Gemeinnützige Gesellschaft im Jahr 2016 finanziell unterstützt hat. So wurden an 13 kulturelle Veranstaltungen und Projekte einmalige Beiträge im Gesamtbetrag von Fr. 11 500 ausgerichtet. Daneben erhielten insgesamt 24 Vereine jährlich wiederkehrende Beiträge zwischen Fr. 500 und 7 000 im Gesamtbetrag von Fr. 64 500.

Unterstützung seit fast 200 Jahren

Das Gründungsjahr 1821 der Gemeinnützigen Gesellschaft Burgdorf fällt in eine interessante Zeit. Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft – auch über unser Land – waren die 1820er-Jahre geprägt von einer Aufbruchstimmung. Die gesamtschweizerischen Vereinsgründungen der Schützen, der Turner und der Sänger, die Fortschritte in Wirtschaft und Technik bis hin zum Sozial- und Bildungswesen zeugen von diesem kräftigen neuen Wind. Nur wenig später konnte Burgdorf auch vom Bahnbauboom profitieren: Die Eröffnung der Linie von Olten nach Bern im Jahr 1857 war für die weitere Entwicklung unserer Stadt von grosser Bedeutung.

In diesen grösseren Zusammenhang ist denn auch die Gründung unserer Gesellschaft zu stellen. Der zum Leben erweckte moderne bernische (1831) und schweizerische (1848) Staat verfügte noch nicht über das dicht geknüpfte sozial-und bildungspolitische Netz von heute. Im Vordergrund der Tätigkeit unserer Gesellschaft standen deshalb drei Bereiche: die Sparkassenstützung, die Armenpflege und die Förderung des Erziehungswesens. Ab 1957 kam bereits die Gewährung von Stipendien für die schulische und berufliche Ausbildung junger Einwohner hinzu. Auf diesen Grundpfeilern beruhten die Aktivitäten bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts.

Ohne diese angestammten Gebiete zu vernachlässigen, machte sich dann aber eine Verlagerung zur kulturellen Seite hin bemerkbar. Neue Institutionen entstanden wie beispielsweise das Casino-Theater, der Rittersaalverein mit dem Schlossmuseum, das Burgdorfer Jahrbuch, die Beruflichen Weiterbildungskurse, die Alterskameraden (heute Kulturkreis 60 plus) und später die Musikschule. Sie alle – und viele weitere – dürfen auf jährlich wiederkehrende Beiträge zählen. Angesichts der zunehmenden Sparbemühungen der öffentlichen Hand sind diese Gelder für sie von grosser Bedeutung.

Es bleibt zu hoffen, dass die Gemeinnützige Gesellschaft auch 200 Jahre nach ihrer Gründung ihre wichtige Aufgabe zu erfüllen vermag, dies zum Wohle aller Bevölkerungskreise Burgdorfs.

Hauptversammlung der Gemeinnützigen Gesellschaft Burgdorf 2018
HV GGBurgdorf Juni 2018 - Bericht Region

Der Vorstand

Von links nach rechts:

Manuel Dubach
Andreas Grimm (Präsident)
Christine Lüthi (Sekretariat)
Muriel Flückiger
Ursula Bärtschi (Stipendienkommission)
Adrian Muster (Kassier)
Hans-Rudolf Markwalder

Die Stipendienkommission

Präsidentin: Ursula Bärtschi
Mitglieder aus dem Vorstand: Adrian Muster (Kassier), Christine Lüthi (Protokoll)
Weitere Mitglieder: Regula Süsstrunk, Martin Aeschlimann, Niklaus Brügger, Frank Richter